Kakao, Kaffee-Ersatz

Kakao, Kaffee-Ersatz

Meistens wird es mit einem geöffneten Buch und abendlicher Entspannung auf der Couch assoziiert. Seine Zeit ist Spätherbst oder strenger Winter, also Zeit, wenn schon ein Blick aus dem Fenster eine Abkühlung bringt und die Lust abnimmt, unser Haus zu verlassen.

Über einen Becher steigender Dampf fügt dann einen eigenartigen Charme jedem vergehenden Augenblick hinzu.

Es gibt solche Lebensmittel, die keine Werbung brauchen. Zu dieser Gruppe gehört zweifellos das Kakao, ein Leckerbissen nicht nur der mit Bunny-Kaninchen sympathisierenden, kleinen Schlingel aber auch vieler Erwachsenen, die über eine Tasse der ungesunden Kaffee manchmal genau chocolatl stellen, ein Wort der Sprache der alten Azteken benutzend. Kakao versorgt den Körper mit vielen wertvollen Vitaminen, wie Magnesium, Chrom, Eisen, Mangan oder Zink. Es lohnt sich, es in das tägliche Menü einfügen.
 

Wie es entsteht?

Dank entgegenkommender Vorstellungskraft lassen wir uns für einen Augenblick in heißes Klima von Zentral- und Südamerika versetzen, wo eine farbige Flora nicht nur die Palmen, Bananengewächse oder Philodendren aber auch die Kakaobäume bilden. Um sich einen durchschnittlichen Kakaobaum vorzustellen, müssen wir nicht zu sehr unseren Geist anstrengen. Abgesehen von einigen Details ist er vielen gewöhnlichen Bäumen ähnlich. Über seine Besonderheit entscheidet eine charakteristische, spindelförmige Gestalt der Blätter, gelbe Färbung der Blumen und ovale Obst mit einer Länge von 20-30 cm. Im Inneren jedes solches Obst befinden sich mehrere Bohnen, die von einem aromatischen, weißen Schleim durchdrungen. Genau diese Bohnen kommen in Produktionsbetrieben, in den sie getrocknet, geröstet, nach einem Typ sortiert und dann gemahlen werden. Aus der nach dem Mahlen entstandenen, dickflüssigen Schmiere entsteht Kakaopulver und wird Kakaobutter ausgepresst. Die beiden Produkte in bunten Verpackungen und in mit Etiketten verklebten Gläsern gelangen in Regale der Lebensmittelgeschäfte.
 

Etwas Geschichte

Die Geschichte dieses ausgezeichneten Getränks geht auf die Vorzeit zurück. Es würdigte die Bräuche und religiöse Feierlichkeiten der alten Maya und Azteken. Dank seiner anregenden Eigenschaften bewegten die Extremitäten der Tanzenden lebhafter und die sich in den Augen malende Ekstase gewann einen mehr lebendiger Farbton. Die Kakaobohnen, aus denen es entstand, funktionierten gleich neben der gängigen Währung und anderen Tauschwaren als ein wertvolles Zahlungsmittel.

Die Europäer verdanken die Möglichkeit, Kakao zu genießen, Kolumbus, der genügend Platz an Bord fand, um die Kakaobohnen von den geheimnisvollen, bisher unbekannten Ländern nach Heimatkontinent zu transportieren. Als ersten schmeckten diese neue Köstlichkeit die Spanier. Die Einwohner von anderen, europäischen Ländern folgten erst im 17. Jh. ihrem Beispiel und ebneten dem dunkelbrauen Getränk den Weg für Weltruf.
 

Warum lohnt es sich, Kakao zu trinken?
 

Kakao beeinflusst positiv Konzentration, lindert den Stress und verbessert Wohlbefinden. Er beinhaltet Antioxidantien, die den Organismus vor Viren, Hautkrankheiten und krebsartigen Veränderungen schützen. Er unterstützt auch die Arbeit von Magen und Därmen. Das ist ein sehr gutes Mittel, dass der Müdigkeit entgegenwirkt. Seine Nährwerte beinhalten zwei Alkaloide mit anregender Wirkung: Theobromin und Koffein. Vielleicht das ist der Grund, warum wir am Abend so gerne zu ihm greifen?